Das Wetter in Europa
Der Großteil des europäischen Kontinents befindet sich in der gemäßigten Klimazone, wodurch das Wetter in Europa vergleichsweise mild ist. Das milde Klima entsteht durch die relativ warmen Meeresströmungen, die das europäische Wetter beeinflussen. Eine dieser Strömungen ist beispielsweise der Golfstrom.
In Neapel liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur bei 16 ºC, wohingegen sie in New York, das auf der gleichen geographischen Breite liegt, nur 12 ºC beträgt. Ein ähnlicher Temperaturunterschied zwischen europäischen und außereuropäischen Städten lässt sich auch bei weiter im Landesinneren gelegenen Städten feststellen, die sich in höheren Breitengraden befinden. So wird in Prag ein Mittelwert von 9 ºC verzeichnet, im kanadischen Winnipeg jedoch nur einer von 2 ºC.
Die europäische Jahresdurchschnittstemperatur ist im Süden bedeutend höher als im Norden und je weiter nördlich man sich begibt, desto kürzer sind die Sommer.
Die Temperaturschwankungen innerhalb eines Jahres sind in vielen europäischen Regionen ziemlich gering, extreme Temperaturen werden selten erreicht. Grundsätzlich verursacht das Wetter Europas kühle Winter und warme Sommer. Da sich Meere ausgleichend und mäßigend auf das Klima auswirken sind ausgeprägte Temperaturgegensätze nur in Regionen spürbar, die weit vom Einfluss des Meeres entfernt sind. Dies betrifft vor allem osteuropäische Gebiete, geographisch etwa ab der Mitte Polens, wo das Klima überwiegend kontinental ist.
Natürlich gibt es in Gesamteuropa sehr unterschiedliche Wetterbedingungen, da sowohl mediterrane Gebiete zu Europa zählen als auch einige der nördlichsten Länder der Welt. Allgemein gibt es aber drei Luftdrucksysteme, die auf alle europäischen Länder einwirken und das Wetter Europas mitbestimmen. Diese sind das Azorenhoch, das Islandtief sowie ein über Asien liegendes Druckgebiet, das jahreszeitlich bedingt wechselt und im Sommer als Hitzetief und im Winter als Kältehoch wahrzunehmen ist. Grob lassen sich die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen Europas einteilen in ein mediterranes Klima im Süden, ein kontinentales Klima im Osten, ein polares bzw. subpolares Klima im Norden sowie ein Seeklima im Westen.
Frühling in Europa
Der Frühling in Europa kann allgemein kaum charakterisiert werden. In Südeuropa sind etwa im März durchaus heiße Badetage möglich, in Nordeuropa hingegen wäre dies undenkbar. Gerade in dieser Jahreszeit ist das Wetter in Europa grundverschieden. Die Seen in Finnland sind beispielsweise ein halbes Jahr lang überhaupt zugefroren. Auch in Mitteleuropa muss man bis in den April hinein durchaus mit Schneefall und winterlichen Temperaturen rechnen.
Sommer in Europa
Der zu Europa zählende Mittelmeerraum ist, bedingt durch den subtropischen Einfluss, durchwegs von sehr heißen und trockenen Sommermonaten geprägt. Auch in den meisten osteuropäischen Gebieten sind die Sommer durch das kontinentale Klima eher heiß. Dies betrifft besonders die Tiefländer.
In den Anrainerstaaten des Mittelmeeres herrscht während der sommerlichen Jahreszeit oft eine ausgeprägte Trockenzeit und es gibt fast keinen Niederschlag.
Herbst in Europa
Nicht zu unterschätzende Auswirkungen auf das Wetter in Europa haben die Winde. Die Winde kommen im überwiegenden Teil Europas aus westlicher Richtung und wirken sich in Form von Niederschlägen aus. Da die vom Atlantischen Ozean kommenden Luftmassen sehr feucht sind, gibt es in den westeuropäischen Küstenregionen ganzjährige Niederschläge, aber der meiste Regen fällt im Herbst. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge bewegt sich in Europa zwischen 500 und 1 500 Millimetern pro Jahr.
Winter in Europa
In den mediterranen Ländern sind die Winter mild und feucht. Schneefälle sind selten, Niederschläge erreichen den Mittelmeerraum aus Regengebieten über dem Atlantik.
Besonders hoch sind die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter in Osteuropa. Die osteuropäischen Länder erwärmen sich im Sommer schnell, kühlen aber im Winter genauso rasch ab. Die Niederschlagsmenge bleibt auch im Winter gering.
Ganz anders verhält sich dies mit den Wintern Nordeuropas. Norwegen, Schweden, Finnland sowie Island sind durch das arktische Klima beeinflusst. Die Winter in diesen Gebieten sind kalt und schneereich. Außerdem dauern die Winter im hohen Norden viel länger, denn sie beginnen wesentlich früher als in anderen Teilen Europas und ziehen sich bis weit in die Monate hinein, in denen es dem Kalender nach längst Frühling sein müsste.
